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»Nach der Wende 1990 | 2020« – Ein interdisziplinärer künstlerischer Workshop für zwei Generationen


24.03.26.03.

Workshopleitung:               Lisa Domin und Tanja Krone

Termin:                                    24. bis 26. März 2020, jeweils von 9.00 bis 13.30 Uhr

Ort:                                           In den Räumen der sk jugend und medien (Im Mediapark 7, 50670 Köln, 5. Etage)

Teilnahme:                             Offen für max. acht Personen ab 55 Jahren und acht Schüler*innen ab 16 Jahren

Kostenbeitrag:                       15,-€

Anmeldungen:                      Bis zum 08. März 2020 an Charlotte Rieb E-Mail: rieb@sk-kultur.de, Fon: +49 221 888 95-108

 

Was wissen wir über die letzten 30 Jahre deutsche Nachwendezeit? Was haben wir in der Schule und zu Hause über sie erfahren? Wie kam es überhaupt zu den Vorurteilen zwischen ‚Ossis‘ und ‚Wessis‘?

Im Rahmen eines dreitägigen generationsübergreifenden Film- und Performance-Workshop wollen wir den Mauerfall 1989 und seine Nachgeschichte zwischen Jung und Alt neu verhandeln und als eine gemeinsame Geschichte von Ost- und Westdeutschland begreifen lernen. Wir arbeiten mit künstlerischen Techniken und Praktiken aus den Bereichen Film, Performance, Theater, Fotografie und setzen unser Wissen und unsere Erfahrung kreativ um. Vorkenntnisse und eigenes Equipment sind für die Teilnahme nicht erforderlich.

Der Workshop findet im Rahmen des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund |Köln (IFFF) statt, bei dem SK Stiftung Kultur und IFFF erstmals kooperieren. Das diesjährige Frauenfilmfestival legt seinen Fokus auf die Nachwendezeit 1990 bis 2020. Das ist Anlass und Thema für dieses Mehrgenerationenangebot mit dem Ziel, sich an die jüngste gemeinsame deutsch-deutsche Vergangenheit anzunähern.

Mit Festivalpässen ausgestattet haben die Teilnehmer*innen die Möglichkeit nach dem Workshop die Veranstaltungen des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund | Köln kostenlos zu besuchen und Festivalluft zu schnuppern. Am 29.3. wird ein Nach der Wende – Kurzfilmprogramm gezeigt mit abschließender Diskussion aller am Fokus Beteiligten, zu der auch die Workshopteilnehmer*innen herzlich eingeladen sind.

Zum Abschluss findet eine öffentliche Ergebnispräsentation am Sonntag, 29.März im Filmforum NRW im Rahmen der Preisverleihung des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund | Köln statt.

Tanja Krone und Lisa Domin, die den Workshop leiten, sind erfahrene spartenübergreifend agierende Künstlerinnen – eine mit ostdeutscher, eine mit westdeutscher Sozialisation.

Lisa Domin studierte Freie Kunst an der HBK Braunschweig und in Budapest und ist zurzeit im Postgraduiertenstudium an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Sie verhandelt mit Film, Fotografie, performativen Elementen und Sprache unterschiedliche Formen der Instrumentalisierung und Fiktionalität biografischer Geschichten und öffentlicher Geschichtsschreibung. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit ist sie in der Filmbildung tätig, gibt Workshops und unterrichtet als Pilotprojekt das neue  Unterrichtsfach „Film“ an einer Kölner Gesamtschule.

Tanja Krone beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit der Kunst als Möglichkeitsraum und der Poesie im Dokumentarischen. Ihre jüngste Theaterarbeit „Mit Echten reden (1): Das Ellenbogen-Prinzip“ (sophiensaele, Berlin und HELLERAU, Dresden) basiert auf 20 Gesprächen, die sie mit ihren ehemaligen Mitschüler*innen, Lehrer*innen und ihrer Familie in Sachsen und Sachsen-Anhalt geführt hat – und sucht nach einer geteilten Erinnerung: Wer erinnert sich wie an den historischen Moment der Wende? Wie erscheint der Systemwechsel (heute) im eigenen Leben? Hier setzt auch der Workshop an.

 

Mehr Informationen: www.sk-kultur.de/medienkunst

 

Ein Generationenprojekt im Rahmen von: