Gespräch „Klangkunst – Medienkunst – Experimentelle Musik. Positionen und Optionen in medialen Grenzbereichen“, Bochum

Freitag, den 2. Oktober 2015, ab 18:00 Uhr

Kunstmuseum Bochum, Kortumstraße 147, 44787 Bochum

Veranstalter: Bochumer Kunstverein, Büro medienwerk.nrw

SprecherInnen: Dieter Daniels (HGB, Leipzig), Denise Ritter (ehemalige Medienkunststipendiatin des Landes NRW), Stephan Froleyks (Künstler, Münster), Moderation: Richard Hoppe-Sailer (Ruhr-Universität Bochum)

Aktuelle Klang- und Medienkunst stand im Mittelpunkt einer zweiteiligen Veranstaltung des Kunstvereins Bochum e.V. (in Kooperation mit dem Büro medienwerk.nrw) im Kunstmuseum Bochum. Den ersten Teil bildete eine Podiumsdiskussion zu Fragen der Klangkunst vor dem Hintergrund gegenwärtiger medialer Entwicklungen. Im Gespräch erörterten Kunstwissenschaftler*innen und Künstler*innen die zunehmend komplexen Formen des Zusammenspiels von Bild und Klang und deren Auswirkungen auf die künstlerische Praxis. Im Anschluss an die Diskussion folgte eine multimediale Performance von Johanna Reich und Adriane Wachholz.

Zu den Diskussionsteilnehmern zählte der Leipziger Kunstwissenschaftler Dieter Daniels, dessen Arbeit auf die Geschichte und Theorie intermedialer Kunst seit ihren Anfängen im frühen 20. Jahrhundert gerichtet ist. Daniels stellte in diesem Zusammenhang auch das Projekt See This Sound vor, das u.a. ein umfassendes Web-Archiv zur audiovisuellen Kultur umfasst. An der Diskussion nahmen zudem Denise Ritter und Stephan Froleyks teil, die u.a. mit ortsspezifischen Arbeiten im Klangkunstprojekt des Kunstvereins im Haus Kemnade vertreten waren. Das Gespräch moderierte der Bochumer Kunsthistoriker Richard Hoppe-Sailer.

Podiumsdiskussion zur Klangkunst und Multimedia-Performance von Johanna Reich und Adriane Wachholz

Den zweiten Teil der Veranstaltung bildete die audio-visuelle Performance SQNCE von Adriane Wachholz und Johanna Reich. Hier kamen E-Gitarren zum Einsatz, die allerdings nicht konventionell gespielt wurden. Vielmehr wurden die Pick-Ups per Induktion von elektrischen Geräten, darunter Handys und laufende Kameras, berührungslos zum Klingen angeregt. Die von den Kameras erzeugten Bilder wurden wiederum in Echtzeit in den Raum projiziert. Klang, Bild und Raum verschmolzen zu einer dynamischen Einheit. 

Das Büro medienwerk.nrw wurde gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. Träger des Büros: Hartware MedienKunstVerein, Dortmund.