Kulturelle Bildung
ERFAHRUNGSAUSTAUSCH: Vom Konsumenten zum Produzenten / Medienkunstvermittlung an Schulen am 21. April 2010 im Rahmen der „Next Level“-Konferenz in den AbenteuerHallen in Köln-Kalk
Neben dem Programm „Kultur und Schule“ initiierte die Kulturabteilung des Ministerpräsidenten NRW ab 2007 mit einer Anschubfinanzierung Modellprojekte für die Vermittlung von Medienkunst (MK), die unter anderem von Mitgliedern des medienwerk.nrw (mw) konzipiert und federführend umgesetzt wurden. Im dritten Jahr dieser Förderung wollen die Kulturabteilung und das mw die Chancen, Erfahrungen, aber auch die Schwierigkeiten der durchgeführten Projekte in einem ersten öffentlichen Erfahrungsaustausch reflektieren.
Am 21. April 2010 kamen im Rahmen der „Next Level“- Konferenz erstmals alle am Projekt beteiligten Partner (Förderer und Initiatoren, die Schulen und Lehrer, die Künstler und die Medienkunstinstitutionen) zusammen, um sich der Frage zu widmen: Was können zukünftige Strategien sein, die Medienkunstvermittlung (MKV) weiterzuentwickeln?
Der Erfahrungsaustausch diente der Formulierung der unterschiedlichen Positionen und Interessen aller Beteiligten und machte die disparaten Standpunkte sichtbar: Schulen und LehrerInnen wünschen sich eine höhere Planungssicherheit, eine größere Interaktion und stärkere Vernetzung zwischen Schule, Künstlern sowie den federführenden Institutionen. Die Einrichtungen brauchen für eine nachhaltige Arbeit Fördermittel und eine externe Finanzierung. Die Förderansätze des Landes NRW sind eher darauf ausgerichtet, neue Prozesse modellhaft zu initiieren und zu vertiefen, aber nicht darauf, auf Dauer die Finanzierung solcher Projekte zu übernehmen. Für die Projektfortsetzung wäre es daher aus Sicht des Landes wünschenswert, die Planungssicherheit auf einer anderen Ebene herzustellen. Erhoffen sich LehrerInnen gezielte Fortbildungen, so wünschen sich KünstlerInnen, dass die Einzigartigkeit, die Idee, das Original der künstlerischen Arbeit berücksichtigt wird. Die Zusammenarbeit mit der speziellen Persönlichkeit des Künstlers werten alle Beteiligten als sehr motivierend für die SchülerInnen (SUS) – und diese lässt sich nicht für LehrerInnen formalisieren und mit einer Aufarbeitung der durchgeführten Methoden auf Multiplikatoren übertragen.
Die Broschüre zum Erfahrungsaustausch kann hier als pdf (1 MB) abgerufen werden.
